Bericht von Bertram Nold
Theaterjubiläum: „Barbari Bavarii“ gastiert in Brand
Nach einem märchenhaft-glanzvollen Auftakt erfuhr das 40. Jubiläum der Theatergruppe eine überraschend schräge, aber höchst unterhaltsame Fortsetzung: „Barbari Bavarii“ gastierte. Drei Musiker betraten die Bühne, charmant, noch etwas chaotisch und voller Spielfreude. Mit einem kecken „Wou fahlt’s denn?“ erklärten die drei Musiker ihr Programm kurzerhand zur Live-Baustelle und entwickelten es gemeinsam mit dem Publikum.
Was folgte, war ein reizvoll verschlungenes Kreativexperiment voller Spontanität, Dialektwitz und Selbstironie. Zwischen urigen Wortwechseln suchte das Trio nach einer künstlerischen Linie. Eine einfache und überzeugende Qualitätskontrolle fand sie augenzwinkernd in der Devise: „D’Mama houd g’sagt, des is lustig!“ Ein Motto, das sich wie ein roter Faden durch den Abend zog.
Musikalisch boten sie einen bunten Mix: Gitarren trafen auf Cajon, skurriles Bananen-Schüttelrohr und andere simples Schlagwerk, ergänzt durch Keyboard und Melodica. Inhaltlich reichte die Palette von pandemiebedingten Ausfällen über digitale Alltagsabenteuer bis hin zu treffsicheren Beobachtungen zwischen Oberpfalz, Franken und Niederbayern. Auch der Veranstaltungsort bekam sein Augenzwinkern ab, sehr zur Freude des Publikums: „In Brand gibt’s normale Leit!“
Der Saal dankte mit anhaltendem Gelächter und tatkräftigem Applaus. Für acht Euro erhielten die Besucher zwei Stunden kurzweiliger Unterhaltung mit reichlich Witz und Humor.


