Kabarettabend mit Wolfgang Krebs (22.11.2013) – ein gelungener Abend

Die Brander Theatergruppe möchte das Leben in Brand auch außerhalb des Laienspiels und der Kirchweih bereichern und präsentierte in diesem Rahmen den bayerischen Kabarettisten und Parodisten Wolfgang Krebs mit seinem aktuellen Programm „Drei Mann in einem Dings“ im Brander Mehrzwecksaal. Und dieser Abend war sicher ein Highlight im Brander Vereinsjahr und Kulturprogramm 2013.

In diesem Programm ließ Wolfgang Krebs nicht nur die Dreifaltigkeit der bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber/Beckstein/Seehofer auflaufen, sondern lotete fröhlich die derzeitigen Untiefen der Politik und Gesellschaft in Brand und Bayern aus. Wolfgang Krebs überzeugte in ganzer Linie. Durch die vielen Bezüge und Pointen auf Brand und Umgebung, sowie die örtliche Prominenz brachte er das Publikum mit vielen Lachern auch sehr schnell auf seine Seite.

In seiner Rolle als Horst Seehofer begrüßte Krebs die Prominenz der Gemeinde und ließ es sich auch nicht nehmen ein paar Worte zu Brand zu sagen, ehe er ganz in seiner Rolle als erstarkter Landesvater aufging.

In seinen Nebenrollen Waldemarie Wammerl, Meggy Montana und Vereinsvorsitzenden Schorf brachte Krebs das Publikum mit scharfsinnigen Pointen und Witzen, die durchaus auch mal einen ernsten Hintergrund hatten  immer wieder zum Lachen

Doch ohne Bayerns ehemaligen Ministerpräsident Edmund Stoiber geht’s einfach nicht. Atemberaubend, wie authentisch Krebs nicht nur dessen Sprechweise, sondern auch Gestik und Mimik traf – und natürlich ein Feuerwerk der Versprecher und verspiegelten Wahrheiten zündete, „hier in Ratzwolfhausen, äh, Hausratswolfen, äh, Wolfratsdorfen“. Da wurde aus dem Weißen Haus in Washington ein Waisenhaus, aus dem Flughafen Franz-Josef-Strauß der Flugvogel Franz-Josef-Stoiber, aus erneuerbaren Energien besteuerbare Blasphemien. Und es sei „eine Unverschämtheit, dass dieser Osama, äh, Obama, die Merkel ausspioniert“, echauffierte er sich, „– und nicht mich!“  Immer mehr steigerte sich Stoiber hinein in eine furiose Rede, vor allem aber über sich („die Lady Gaga der Politik“): „Ich hatte damals 60,7 Prozent, das beste Ergebnis jemals außerhalb von Diktaturen. Sogar der Putin hat angerufen und gesagt, du jetzt auch?“. Und dann gab’s ja noch den ausgeglichenen Haushalt: „Wir hatten in Bayern die schwarze Null, und das war ich!“  Und als er seine Vorstellung vom Transrapid von der Schiettinger in Brand aus über Kemnath nach München darstellte tobte der Saal.

Großer Applaus am Ende der Vorstellung ließ Wolfgang Krebs zu einer Zugabe hinreißen und diese hatte es in sich. Wie Stoiber seinen Anrufbeatworter bespricht brachte den Saal endgültig zum Kochen.

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