Vier Tage Kirwa in Brand

Jung und Alt feierten vier Tage lang mit Tanz, Umespüln und Stinglessen die Kirwa in Brand.

„Wer houd Kirwa? Wir ham Kirwa!“ Wenn dieser Ruf, verstärkt mit Musik und Teufelsgeige, zu hören ist, hat die Kirwa bereits ihren Höhepunkt erreicht. In Brand wurde sie am vergangenen Wochenende gefeiert und sie begann am Freitagabend in und an der Siedlerhütte, organisiert von der Siedlergemeinschaft Neubrand.

Kirwatanz am Samstag
Am Samstag – die „Allerweltskirwa“ ist immer am dritten Wochenende im Oktober – wurde die „Kirwa“ erst einmal zur „Kirchweih“. Dirndl und Lederhosen prägten das Bild beim Vorgabendgottesdienst in der Pfarrkirche, worüber sich Pater Joy sichtlich freute. Am Ende wünschte er den Jugendlichen viel Spaß und Freude beim Feiern. Das taten sie gleich nebenan. Der Kirwatanz im Mehrzwecksaal lockte 300 Gäste an. Die Live-Band „Saggradi“ heizte ordentlich ein. Mit elf „Schmankerltischen“ gab es reichlich kulinarische Genüsse. Ausgelassen wurde bis tief in die Nacht gefeiert.

Am Sonntagmorgen halfen die Mitglieder der TGB nach durchtanzter Nacht fleißig beim Aufräumen im Saal. Anschließend genossen etwa 70 Mitglieder das Mittagessen im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ in Ölbrunn. Danach ging es zur Sportplatzkirwa, die der SSV Brand ausrichtete. Gegen die Gäste aus Zell im Fichtelgebirge gewannen die „alten Herren“ aus Brand mit 9:0.

Umespüln am Kirwamontag
Am Kirwamontag brannte bereits um 6 Uhr Licht im Mehrzwecksaal. 50 Kilo Fleich, 60 Kilo Kartoffeln und Stingl aus 100 Kilo Gemüse mussten verarbeitet werden, um für das „Stinglessen“ am Mittag gerüstet zu sein. 8 Frauen im Alter von 45 bis 85 Jahren erledigen das alle Jahre.

Ansturm beim Mittagessen
Draußen startete gegen halb 9Uhr bei eisigen Temperaturen in Oberölbühl das traditionelle „Umespüln“. 25 Kirwaburschen und -moidla zogen mit Musikbox, Teufelsgeige, Waschbrett und Bollerwagen durch den Ort und legten Stopps ein, unter anderem bei Probau, beim Bürgermeister Bernhard Schindler auf der „Crazy Horse Ranch“. Im Kindergarten wurde mit dem Nachwuchs getanzt und gesungen.
Pünktlich zur Mittagszeit traf der Kirwazug im Saal ein und begrüßte die Gäste mit einem lauten „Wer houd Kirwa?“ Dort gingen rund 220 Portionen über den Tresen. Viele Gäste kamen und verbrachten eine gemütliche Stunde, andere kamen mit Töpfen und verspeisten den Inhalt zu Hause. Nach der Essensausgabe musste die Küche wieder von den Spuren beseitigt werden .Trotz großer Mühen haben alle „Kniadlweiber“ Freude an der gemeinsamen Arbeit.
Der Kirwazug war mittlerweile auf rund 60 Kirwaburschen und -moidla angewachsen und zog weiter durch das Dorf. Nach dem Modehaus Lindner ging es weiter zur Schreinerei Söllner, auch im Wirtshaus „Zur Post“ wurde Halt gemacht. Der Tag fand seinen gemütlichen Ausklang im Basshaus, organisiert vom FGV. Am Dienstag wurden die letzten Spuren der Kirwa beseitigt.